Carolin Wiedemann ist promovierte Soziologin und Journalistin. Sie schreibt u.a. für die FAZ, Die Zeit, ak und Missy Magazine über Geschlechterverhältnisse, rechte Mobilisierungen und digitalen Kapitalismus. Einmal im Monat diskutiert sie über diese Themen mit Claudius Seidl in ihrer gemeinsamen Radiosendung „Die Aufmacher“ im rbb. Seit September 2025 ist sie eine von zwei Chefredakteurinnen des Missy Magazine.

Daneben unterrichtet sie Seminare zur Einführung in feministische und materialistische Theorie und zur Analyse digitaler Medien, etwa den Kurs „Gender Matters“ an der Humboldt Universität Berlin und „Neue Technologien, alte Machtverhältnisse?“ an der Universität St. Gallen.

Von 2024 bis 2025 war sie Professorin für Journalismus an der Macromedia Hochschule Hamburg. Als Post-Doc arbeitete sie zuvor am BIM der Humboldt Universität Berlin am Lehrstuhl von Manuela Bojadzijev. Von 2016 bis 2020 war sie Redakteurin des Magazins Frankfurter Allgemeine Quarterly und Mitarbeiterin des Feuilletons der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

2021 erschien ihr Buch „Zart und frei. Vom Sturz des Patriarchats“ über gegenwärtigen Antifeminismus und die Überwindung patriarchaler Zustände im Verlag Matthes&Seitz.

Ihre Doktorarbeit zu Widerstand und Solidarität im Internet, „Kritische Kollektivität im Netz“ , wurde 2016 im transcript Verlag veröffentlicht.

Sie ist Ombudsperson der internationalen Menschenrechtsorganisation Humanity in Action und war Mitgründerin und -herausgeberin des wissenschaftlichen Journals zu digitalen Kulturen spheres.

Bild: Juliette Moarbes